Die
Entspannungsinsel der Inneren Abteilung contra Erschöpfung
Erschöpfungszustand
Zu Ihrer Information: In diesem dritten Teil über die Ursachen und Therapie vom Erschöpfungszustand wollen wir uns mit anderen Krankheiten, die Symptome eines Erschöpfungszustand s verursachen, befassen. Außerdem wollen wir einige psychische Aspekte vom Erschöpfungszustand näher beleuchten.
Erschöpfungszustand bei Krankheiten – der Körper im Dauerlauf Wenn Sie ernsthaft krank
sind, dann leistet Ihr Körper Schwerstarbeit. Eine Patientin nach einer
Krebsoperation, ein
Ich möchte Ihnen hier nur exemplarisch drei Erkrankungen vorstellen, die gar nicht so selten sind und Symptome eines Erschöpfungszustand s imitieren können:
►
Schilddrüsenunterfunktion: Die
Schilddrüse ist sozusagen die Zündkerze für unseren Stoffwechsel. Hier wird der
Energiegrundumsatz festgelegt. Hier entscheidet sich auch, ob wir träge oder im
Gegenteil überdreht sind. Bei einer
Schilddrüsenunterfunktion werden zu wenige
Schilddrüsenhormone gebildet. Dieser Mangel führt u.a. zu Müdigkeit, Trägheit,
Konzentrationsschwäche, Frieren,
► Schlafapnoe: Schnarchen Sie? Sind Sie tagsüber manchmal wie zerschlagen und neigen dazu einzuschlafen? Und weisen Sie auch sonst einige der im 1. Teil aufgeführten Symptome von Erschöpfung auf? Dann bitten Sie Ihren Partner doch, einmal darauf zu achten, ob Sie nachts Atemstillstände haben. Der Atem setzt dann für einige Sekunden komplett aus, um dann mit einem Schnarcher wieder einzusetzen. Der Schlaf wird durch ein solches Schlaf-Apnoe-Syndrom sehr gestört und ist wenig erholsam. In einem speziellen Schlaflabor können die Diagnose und das Ausmaß der Erkrankung gesichert werden. Wenn Gewichtsreduktion und der Verzicht auf abendlichen Alkoholkonsum zu keiner Besserung führen, dann kann mit einer speziellen Maschine zur Unterstützung der nächtlichen Atmung Abhilfe geschaffen werden. Die auf diese Weise erfolgreich behandelten Patienten geben einen deutlichen Anstieg ihrer Leistungsfähigkeit an, Symptome von Burnout bessern sich deutlich. ► Eisenmangel: Eisenmangel führt zu Blutarmut. Bei Blutarmut wird weniger Sauerstoff transportiert. Müdigkeit, Erschöpfung, verringerte Leistungsfähigkeit und weitere Symptome von Burnout treten auf. Durch eine einfache Untersuchung des Blutbildes kann der Arzt diesen Mangel entdecken und mit entsprechenden Eisengaben in wenigen Wochen bis Monaten beheben (es sei denn, es liegen chronische Blutverluste oder eine Aufnahmestörung im Darm vor, die es dann abzuklären gilt). Neben diesen somatischen (körperlichen) Störungen, die zu einem Erschöpfungszustand führen können, sollten Sie natürlich auch an die Seele denken. Das heißt keineswegs, dass Sie bei einem Erschöpfungszustand „auf die Couch des Psychologen“ müssen. Sie sollten sich allerdings darüber klar werden, ob und wieweit Einstellungen und Verhaltensweise einen Erschöpfungszustand begünstigen können. Erschöpfungszustand und Psyche, die inneren Einstellungen – erschöpfe ich mich selbst?
Erkennen Sie sich in der Abbildung wieder? Besteht bei Ihnen vielleicht ein Ungleichgewicht zwischen „Kopf und Bauch“. Woody Allen sagte einmal: „Es ist sehr schwer, Herz und Kopf im Leben zusammenzubringen. In meinem Fall sind sie nicht einmal locker miteinander befreundet.“ Das trifft in ähnlicher Form auf viele Menschen mit Erschöpfungszustand zu. Viele Tätigkeiten werden vom Verstand her gesteuert, ohne darauf zu achten, ob die Gefühle dabei mitspielen. Prüfen Sie bitte auch, ob folgende Aussage mehr oder weniger auf Sie zutrifft:
„Ich habe
- zuviel
Erschöpfungszustand– wenn das Streichholz von beiden Seiten abbrennt Menschen mit einem Erschöpfungszustand machen oft mehr, als für sie gut ist. Neben den eigenen beruflichen und privaten Aktivitäten haben sie oft noch Tätigkeiten in Verein, Kirche, Partei, Selbsthilfegruppen usw. Ein Streichholz, das von beiden Enden her abbrennt (s. Abb.), ist eben schneller ausgebrannt – und genauso fühlt man sich ja auch beim Erschöpfungszustand. Erschöpfungszustand - Was ist zu tun? Entwickeln Sie ein Schutzprogramm gegen einen Erschöpfungszustand. Die folgenden Programmpunkte sollen Ihnen einzelne Aspekte aufzeigen, die üblicherweise von Menschen mit einem Erschöpfungszustand nicht genügend beachtet werden. ► Sorgen Sie sich mehr um sich selbst. Entwickeln Sie einen „gesunden Egoismus“. Sie müssen nicht immer für die anderen da sein. ► Nehmen Sie Ihre eigenen Bedürfnisse besser wahr. Worauf haben Sie Lust? Was möchten Sie wirklich tun? Klar, wir können nicht immer und sofort unseren Wünschen nachgeben. Aber es dann gar nicht zu tun, kann auch keine Lösung sein. ► Respektieren Sie Ihre eigenen Wünsche. Bei den Wünschen der anderen tun Sie es doch auch. ► Und befriedigen Sie auch Ihre Wünsche. Seien Sie lieb zu sich selbst. Verwöhnen Sie sich. Das kann ein schöner Kinofilm sein, in den Sie schon lange gehen wollten. Oder auch einmal ein Nachmittag, den Sie sich einfach „frei nehmen“, um mal bummeln zu gehen. Oder ein Wochenendurlaub, den Sie sich schon so oft gewünscht haben. ► Seien Sie nicht zu kritisch mit sich selbst. Viele Menschen mit Burnout sehen sich kritischer und haben höhere Erwartungen an sich selbst als an andere. Versuchen Sie, alles so gut zu machen, wie Sie nur können. Aber nicht immer muss man alles 150%ig machen. ► Seien Sie nicht so perfekt – sowohl andere als auch Sie selbst dürfen Fehler machen. Viele Menschen mit einem Burnout setzen sich mit einem Streben nach Perfektionismus einem unnötigen, vor allem aber Energie zehrenden Druck aus. ► Gewinnen Sie Kraft aus Ihren Stärken, lassen Sie sich nicht von Ihren Schwächen unterkriegen. Ich kann auf meine Stärken schauen und daraus Kraft gewinnen. Ich kann aber auch nur auf meine Schwächen schauen und immer weniger Selbstbewusstsein entwickeln. Natürlich sollten Schwächen erkannt und – wenn nötig und möglich – ausgemerzt werden. Gerade Menschen mit Burnout sollten sich aber auf ihre, immer noch vorhandenen Fähigkeiten besinnen. ► Nehmen Sie es mit Humor („Don´t worry, be happy!“). Das heißt nicht, dass Sie alles durch die rosarote Brille sehen sollen. Eine lustige Bemerkung zur rechten Zeit hilft aber über so manchen Tiefpunkt hinweg. Gerade für Patienten mit Burnout („ich habe doch nichts zu lachen“), ist es wichtig, den Humor zu behalten. ► Suchen Sie sich realisierbare Ziele. Menschen mit Burnout stecken sich die Ziele nicht selten zu hoch. Wenn die Latte gerissen wird, tritt Enttäuschung ein. Backen Sie kleinere Brötchen und freuen Sie sich über jeden kleinen Erfolg und Fortschritt.
► Werden Sie sich klar darüber mit welcher Motivation Sie genau diese Ziele verfolgen. Müssen Sie dieses Ziel tatsächlich erfüllen? Müssen Sie es jetzt erfüllen? Müssen Sie es alleine erfüllen? Suchen Sie sich lohnenswerte Ziele aus, die Sie wirklich weiterbringen und nicht noch weiter bis zum Burnout treiben. ► Tun Sie einmal Dinge, die keinen Zweck verfolgen, Ihnen aber gut tun. Schalten Sie einmal ab. Menschen mit Burnout sind meistens „on“ (siehe Abb.). Jedes Elektrogerät muss auch einmal abgeschaltet werden, jeder Motor wird einmal abgestellt, um sich zu erholen.
► Bleiben (oder werden) Sie gelassen:
Auflösung der Quizfrage: Sie haben es sicherlich erraten: Keine Antwort ist richtig! Jede schwere Erkrankung kann Symptome verursachen, wie wir sie beim Erschöpfungszustand beobachten. Das heißt nicht, dass bei jedem Erschöpfungszustand alle diese Erkrankungen ausgeschlossen werden müssen. Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der naturkundlichen Privatambulanz.
Alle oben erwähnten Laboruntersuchungen können in der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik oder der Naturheilkundlichen Privatambulanz durchgeführt werden.
Informationen über das Therapieangebot der Inneren Abteilung:
Sagen Sie uns ruhig
mal Ihre Meinung!
Weitere Informationen zu Krankheiten finden Sie bei der Wicker-Gruppe unter www.informationen-zu-krankheiten.de. Info-Material zur Klinik anfordern: www.wicker-gruppe.de/infomaterial-anfordern.html Die
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