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Die Entspannungsinsel der Inneren Abteilung contra Burnout
kompetente medizinische Betreuung (Naturheilverfahren wie z. B. Phytotherapie, orthomolekulare Therapie, Homöopathie, Neuraltherapie, Akupunktur) - vitalisierende Gymnastik, · wohltuende Massagen, · entspannende Verfahren, · belebende Wasseranwendungen, · medizinisch-therapeutische sportive Betätigungen, · 5 x wöchentlich Besuch der Kurhessen-Therme mit Saunalandschaft und Sole- Thermalbad, die dem Haus angeschlossen ist


Burn Out-Syndrom
 
(Teil 2)
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Teil 1 - Burnout-Syndrom schon gelesen?

Nachdem wir uns im letzten Teil: Burnout-Syndrom ausgiebig mit der Bedeutung des Koffeins und einigen Aspekten der Ernährung in der Entstehung des Burn Out-Syndrom s befasst haben, sollen diesmal weitere Genussmittel und die Bewegung unter die Lupe genommen werden. 

Alkohol ist doch gesund – oder? 

Alkohol kann entspannen und unser Wohlbefinden steigern. In letzter Zeit häufen sich medizinische Studien, die einen Nutzen von Alkohol zur Vorbeugung von Arteriosklerose verheißen. Ja, Alkohol ist ein in unserer Gesellschaft legitimiertes Genussmittel, welches wir nicht missen möchten. Ja, geringe Mengen Alkohol (1 Drink = 1 Flasche Bier, 1 Glas Wein oder ein Gläschen einer Spirituose) scheinen tatsächlich gewisse präventive Effekte bei Arteriosklerose zu entfalten – vorausgesetzt es liegen keinen Gegenanzeigen vor: Bei einer Suchtstruktur, Lebererkrankungen, Übergewicht, erhöhte Triglyceride (Blutfette), Hyperurikämie (erhöhte Harnsäure), Herzrhythmusstörungen oder Bluthochdruck sollten Sie Alkohol gar nicht oder viel seltener als in der obigen „Empfehlung“ zu sich nehmen. 

Und auch Menschen mit Burn Out-Syndrom sollten beim Alkohol besonders vorsichtig sein. Natürlich dürfen Sie abends einmal zur Entspannung einen Martini trinken oder bei einer Feier mit einem Glas Sekt anstoßen. Passen Sie jedoch auf, wenn Sie merken, dass Sie fast jeden Abend zum „Cool down“ etwas Alkoholisches benötigen. Oder wenn Sie Alkohol gar brauchen, um Ihren Frust wegen des Burn Out-Syndrom s oder anderer Enttäuschungen zu ertränken. Dann besteht Abhängigkeitsgefahr. Und vergessen Sie bitte nicht: Alkohol hat nicht nur einige Vorteile und Nebenwirkungen (siehe Gegenanzeigen), es ist auch ein wichtiger Vitalstoffräuber. Über die Niere wird vermehrt Magnesium ausgeschieden, was gerade für den Menschen mit Burn Out-Syndrom ein Mangelmineralstoff sein kann. Fast alle B-Vitamine werden durch die Verarbeitung des „Giftes“ Alkohol in erhöhtem Maße verbraucht. Und B-Vitamine sind für alle Vorgänge der Energiegewinnung, aber auch für die richtige Funktion unserer Nerven von essentieller Bedeutung.

Rauchen – Raubbau am eigenen Körper 

Wie Sie oben (und im ersten Teil des Burnout-Syndrom -Artikels) sehen, habe ich gegen einen gelegentlichen Kaffee oder auch ein alkoholisches Getränk nichts einzuwenden – ganz im Gegenteil. Anders schaut dies aber beim Nikotin aus. Hier ist überhaupt kein langfristiger Nutzen zu erkennen. Ich will Ihnen jetzt gar nichts von Lungenkrebs, Herzinfarkt, vorzeitiger Hautalterung oder Impotenz erzählen – all dies sind Spätfolgen des Rauchens. Es soll hier „nur“ um die Leistungsfähigkeit gehen. 

Raucher schneiden in Intelligenztests besser ab, wenn Sie vorher eine Zigarette geraucht haben als wenn Sie keine geraucht haben. Sie schneiden aber nicht besser als Nichtraucher ab. Das heißt: Raucher müssen immer eine gewisse Menge ihrer Droge im Körper haben, damit sie nur ihre Normleistung abrufen können. 

Langfristig nimmt die geistige Leistungsfähigkeit jedoch ab (wegen der vorzeitigen Gefäßverkalkung). Auch die körperliche Leistungsfähigkeit erfährt beim Raucher langfristig durch Verkalkungen der Bein- und vor allem der Herzkranzgefäße. Auch kurzfristig nimmt jedoch die körperliche Leistungsfähigkeit ab. Im Zigarettenrauch befindet sich (neben mehreren hundert anderen schädlichen Stoffen) auch Kohlenmonoxid (kennen Sie sicherlich von tödlichen Kohlenmonoxidvergiftungen in Campingwagen). Kohlenmonoxid hat eine 200fach stärkere Bindungsfähigkeit an den Sauerstoff transportierenden Blutfarbstoff Hämoglobin als Sauerstoff selbst. Geringe Mengen Kohlenmonoxid können also Sauerstoff vom Transport im Körper verdrängen. Raucher haben – je nach Anzahl der Zigaretten und der Inhalationstiefe – 5-10 % ihres Blutfarbstoffes mit Kohlenmonoxid gesättigt. Dieser Farbstoff transportiert in den nächsten 12 Stunden keinen Sauerstoff mehr!

Marlboro-Cowboy; Rechte: dpa

Nichtraucherzone Hamburger Hafen; Rechte: dpa

 

 

 

 

 

Dazu kommt noch, dass bei Rauchern die Lungenfunktion häufig signifikant eingeschränkt ist. Raucher kriegen also viel weniger Sauerstoff in ihre Lungen. Von diesem Sauerstoff wird wegen des Kohlenmonoxids dann noch viel weniger zu den Gewebszellen transportiert. Raucher befinden sich ständig in einer leichten Sauerstoffnot. Dass wir Sauerstoff für unsere Energiegewinnung in den Mitochondrien dringend benötigen, brauche ich niemandem zu sagen. Der Raucher mit Burn Out-Syndrom, der es schafft, seinen Missbrauch zu beenden (ich sage bewusst „Missbrauch“, denn es gibt keinen sinnvollen „Gebrauch“), wird in den nächsten Wochen (solange dauert es, bis sich die Lunge regeneriert hat) einen deutlichen Leistungszuwachs verzeichnen. 

Dazu kommt noch, dass auch das Rauchen ein starker Nährstoffräuber ist. Im Rauch ist viel Kadmium enthalten. Kadmium ist ein starkes Nierengift und krebserregend. Der Körper verbraucht Zink zur Entgiftung des gefährlichen Kadmiums. Zink ist aber unersätzlich für unseren Kohlenhydratstoffwechsel, für die Immunabwehr und für unsere Zellregeneration (z.B. Wundheilung). Zigarettenrauch enthält viele freie Radikale. Das sind hochaggressive Moleküle, die biologische Strukturen angreifen und zerstören. Ein einziger Inhalationszug enthält 1014 freie Radikale, das sind 100 Billionen oder 100.000.000.000.000. Zur Entgiftung benötigen wir Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E oder Beta-Carotin, die dann für andere Stoffwechselvorgänge nicht mehr zur Verfügung stehen.  

Bewegung – das einzige Mittel zur natürlichen Leistungssteigerung 

Sich richtig ernähren, fast alle Genussmittel weglassen – das ist ja schon schlimm genug. Und jetzt komme ich daher und sage dem Menschen mit Burn Out-Syndrom, er soll sich auch noch sportlich betätigen. Genau das kann er doch nicht, dafür hat er doch gar keine Energie mehr. Wenn jemand mit Burn Out-Syndrom von seiner Arbeit noch Hause kommt, dann fällt er in den Sessel und möchte nur noch seine Ruhe haben. Und dann soll er sich auch noch zu sportlichen Höchstleistungen aufraffen? Das geht doch nicht. 

Was passiert mit den Muskeln und dem Lunge-Herz-Kreislauf-System, wenn sich jemand nicht oder kaum körperlich belastet? Alles, was nicht ständig trainiert wird, verkümmert. Das gilt für unsere Knochen, für unser Immunsystem, für unseren Verstand – und natürlich auch für Muskeln, Lunge, Herz und Kreislauf. „Bewegungsmuffel“ werden immer schwächer. Und weil sie immer schwächer werden, bewegen sie sich immer weniger. Der Teufelskreis schließt sich. Sie haben nur eine Möglichkeit, aus diesem fatalen Teufelskreis herauszukommen: Bewegen Sie sich! 

Auch wenn es beim Burn Out-Syndrom schwer fällt, aber gerade dann müssen Sie sich bewegen. Das heißt ja nicht, dass Sie jeden Tag einen Marathonlauf absolvieren müssen. Sie sollten sich aber mehrmals (mind. 2-3x) in der Woche körperlich ausdauernd belasten, dass Sie sich leicht angestrengt, aber nicht überfordert fühlen. 

An Ausdauerbelastungen stellen wir drei Anforderungen: 

♥    Es soll regelmäßig und  häufig genug stattfinden, z.B. 3x/Woche.

♥    Es muss mindestens 20 Minuten, besser 30 oder 40 Minuten dauern, damit man in den Bereich der Ausdauerleistung hinein kommt.

♥    Es soll moderat sein. Sie sollten nicht völlig außer Puste geraten, sondern nur leicht angestrengt. 

Diese Ausdauerregeln gelten im Prinzip für den Ausdauerleistungssportler genauso wie für den Patienten mit Burn Out-Syndrom. Wenn Sie nach Ihrer Belastung den halben Tag wie ein Schluck Wasser in der Kurve hängen, dann war es zuviel. Finden Sie selbst die Bewegungsintensität, - dauer und –häufigkeit heraus, die Ihnen gerade noch genehm ist. Auch bei den Ausdauersportarten können Sie frei wählen. Alle Sportarten, die Sie über 20 Minuten am Stück ausführen können, sind geeignet: 

      ♥   Spazierengehen
♥   Walking
♥   Nordic Walking
♥   Jogging
♥   Schwimmen
♥   Fahrradfahren
♥   Ergometertraining
♥   Rudern
♥   Inlineskating etc. 

Sie werden merken, dass Sie sich nach der Belastung und der anschließenden Dusche (vielleicht sogar mit einem kurzen, kalten Duschen am Ende nach Kneipp) meist besser fühlen also vorher. Bleiben Sie mindestens drei Monate „am Ball“. Dann werden Sie feststellen, dass Ihnen etwas fehlt, wenn Sie sich nicht körperlich betätigen. Sie werden dann auch bemerken, dass erste Trainingseffekte eingesetzt haben. Dieselbe Strecke wie am Anfang bewältigen Sie nun in kürzerer Zeit oder (bei gleicher Zeit) mit weniger Anstrengung. Nicht trotz, sondern wegen des Burn Out-Syndrom sollten Sie sich körperlich angemessen (!) belasten. Überwinden Sie Ihren „inneren Schweinehund“, es lohnt sich!

Mit neuem Elan contra Burnout (PDF 0,27 MB)

Zu Ihrer Information:
hier alle weiteren Beiträge zum Thema Burnout auf einen Blick:   
Teil 1 - Burnout-Syndrom
                                                                                                          Teil 3 -
Burnout
                                                                                          
               Teil 4 -
Burn Out

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit  

 © Dr. Volker Schmiedel
Chefarzt der Inneren Abteilung
FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Naturheilverfahren, Homöopathie
Dozent für Biologische Medizin (Univ. Mailand).

Animationen animierte Augen

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Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der naturkundlichen Privatambulanz.

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Alle oben erwähnten Laboruntersuchungen können in der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik oder der Naturheilkundlichen Privatambulanz durchgeführt werden.

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Dieser Artikel erschien in der Zeitschrift "Der Naturarzt". Wir danken dem Access-Verlag für die freundliche Genehmigung zum Abdruck. www.naturarzt-access.de

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